![]() |
Freitag, der 05. August - die Taucher II macht seeklar. Eine Wochenendfahrt an Rügens Ostküste entlang ist geplant. Bei recht ruhigem schönen Wetter ging es dann auch schon bald los.
![]() Der Skipper entschied sich für das Auslaufen aus dem Peenestrom über das "Landtief" und unser Rudergänger hat einen guten Überblick. Für die erste Etappe war es geplant, erst einmal bis zur Seebrücke Binz vorzustossen und sich dort an den Haken zu legen - oder ganz einfach: zu ankern. Die Ankunft im geplanten Seegebiet war sehr spät, die Sonne hatte sich schon lange hinter dem Horizont verabschiedet und ließ die Sterne funkeln.
Am nächsten Morgen konnten wir einen herrlichen Blick zum Ostseebad Binz geniessen. Doch wir wollten ja nicht bei Binz vor Anker liegen bleiben, sondern bis zu Rügens nördlichsten Zipfel vorstossen - bis zum Kap Arkona, also "Anker auf" - ohje, hat das geknirscht...![]()
Was haben die Beiden (hier links) gemeinsam? - Stimmt, es sind kräftige Jungs, aber das war jetzt nicht gemeint. Beide hantieren gerade mit einem Fläschen Öl. Petrus gibt unserer wohlbeleibten "alten Oma" noch ein wenig auf die Stößel, damit der 6-Zylinder-4-Takt-Verpuffungstreibling auch schön sanft läuft und Thorsten kippt auch etwas Öl in´s Pfännchen.
Die Überfahrt mit Kurs Nord verlief ruhig mit schöner Aussicht entlang an Rügens Ostküste. Das Wetter war herrlich und wer dem doch recht kühlem Wind trotzte, genoss die vorbeiziehende Landschaft. Irgendwann erreichten wir dann auch das Kap Arkona und legten uns vor Vitt an den Haken.
Wir erinnern uns, hatte es nicht so blöde geknirscht, als wir vor Binz Anker auf gingen? Richtig - unterwegs hatten dann einige unserer Jungs an Bord sich der Ankerwinde angenommen und ihr eine ordentliche Mahlzeit gegeben. Das Fett quoll aus allen möglichen Ritzen und Lagern - und siehe da: das Teil flutscht wieder. Fast wie neu. Was solls, nun hatten wir die Ankerwinde also wieder so richtig schön am Laufen, dann kann man das doch gleich richtig machen - so komplett im Paket gewissermaßen. Um es kurz zu machen: alle Kettenlängen auf beiden Seiten herausgeholt und reinigten sich selbst am Kreidegrund unseres Ankerplatzes. Bei dieser Gelegenheit wurde der Kettenkasten gesäubert, mit dem bereits vorgestellten "Schreisauger" aus der Werft. Nachdem die Ketten dann wieder eingeholt waren, bekamen auch diese ihre Ölung - mit Speiseöl...
|
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Das wohl längste Ankermanöver auf Taucher II |
Auch sonst kam keine lange Weile auf:Wer so viel Dreck gemacht hat, macht den auch wieder weg. Natürlich mit vielen gut gemeinten Ratschlägen und ganz wichtigen Hinweisen unbeteiligter Mannschaftsmitglieder... "Wasser Marsch" hieß es gleich und dann war von den Zuschauern auf den Rängen bald nichts mehr gesehen.
Schlecht Wetter sollte aufziehen, darum mahnt der Skipper die baldige Abfahrt an. Es ging nach ein paar schönen Stunden nun wieder auf Kurs Süd, in Richtung Peenemünde.
Die letzten Sonnenstrahlen im kühlen Wind wurden genutzt, um den Taint noch etwas aufzubessern, letzte Absprachen zu was auch immer werden getroffen und die
letzten gestellten Fotos für das Familienalbum werden geknipst. Hier sehen wir das Top-Bild zum Thema: "Mann mit Schüssel".Aber einen verrückten gibt es noch an Bord, der Einzige, der in kurzen Klamotten über die Decks springt und nebenbei noch ein Videofilm dreht... ... der Bootsmann, auch so ein Chaot auf des Erden Rund. Sei es, wie es sei - die Rückfahrt ging diesmal über die Ansteuerung Osttief und so sahen wir die Insel Greifswalder Oie vor der heranziehenden Regenwolke.![]() Es dauerte nicht mehr lange, am Ruden vorbei, leicht links halten und ab in den Peenemünder Hafen. Bald darauf war die letzte Leine fest und unsere Wege trennten sich erst einmal. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten dieses schönen Wochenendes. Doch nun begannen die Vorbereitungen zur Hanse-Sail, die in der nächsten Woche startete. |