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Werftaufenthalt in
Rostock-Marienehe
Werftaufenthalt in
Rostock-Marienehe | |||||
Im April des Jahres 2005, auf einen Sonnabend, verlegte die Taucher II nach Rostock-Marienehe, um dort eine Brückenfernbedienung für die Hauptmaschine einbauen zu lassen. Viele Vereinsmitglieder nahmen diese Gelegenheit einer Schiffsfahrt war und begleiteten uns über die grobe See, also das große, tobende, brüllende Meer. Es herrschten östliche Winde um 5, die See kam anfänglich schräg von vorn. Einige unserer willigen Begleiter bezogen frühzeitig ihre Kojen und der einzige auffindbare Eimer des Schiffes wurde in das Wohndeck entführt. Da im Seegebiet sehr viel Platz war, durfte so manch einer seine Künste am großen Steuerrad zeigen. Da das ja nicht so einfach ist wie es aussieht, bekamen wir bei dieser Art des Surfens über die Wellen ein wenig Kränkung (bis etwa 20° - selbst angestiftet) in das Schiff. Der zum Kochen verdonnerte MfA [Mädchen für Alles] hatte den großen Topf mit der Erbsensuppe auf dem Herd angebändselt und suchte so langsam die fehlenden Utensilien für das Mahl zusammen. An Rügens Kap Arkona die erlösende Kursänderung - Kurs 270° - Schiebewind - unsere Taucher II lief mit dieser Unterstützung durch Rasmus stellenweise mit über 11 Knoten, und das bei Fahrtstufe "halbe voraus". Es kam Ruhe in das Schiff, das Surfen hatte ein Ende und der Topf mit der Erbsensuppe konnte nun mit der einzigen, etwas überdimensionierten Kelle verteilt werden. Kaum zu glauben, aber mit dem Einlaufen in Rostocks Gewässer war dieser große Topf leer und der entführte Eimer kam auch wieder ans Tageslicht - leer und trocken... | |||||
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Am Sonntag nach unserem Anlegen in Rostock-Marienehe kamen auch schon die Spezialisten für unsere "alte Oma" - also den im Keller stehenden 6-Zylinder-Verpuffungstreibling, und fingen an, diesen zu zerlegen. Sonntag morgens um 0900 in Deutschland - fast unglaublich - aber wahr und legal. In einer Woche wollten sie fertig sein, an Bord blieben für diese Zeit drei von uns zurück und beobachteten die Vorgänge im Maschinenraum. | |||||
Eine Woche lang nur herumlungern? Nein - die Zeit wurde von uns Dreien mehr oder weniger sinnvoll genutzt. So konnten wir auch das Beiboot auf die Pier stellen und die Stellage überarbeiten und dem Drahtseil der Kranwinde ein wenig Pflege angedeien lassen. Es wurde gepönt, gehämmert, gelötet und was nicht noch alles. Einzig und allein der permanente kalte Ostwind ging uns langsam auf die Nerven.
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Die allabendliche Erlösung kam gegen 20:00 Uhr, denn dann ging die Sonne unter und es war irgendwie zwecklos, noch irgend etwas anzufangen oder weiter zu machen. Es reichte ja auch, denn nach rund 10 Stunden Knechterei machten wir so langsam schlapp. Der Herd wurde angeheizt und es wurde etwas zusammengezaubert, dass das Überleben aller Beteiligten sicherte: ![]()
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| Die Woche neigte sich dem Ende zu, die Spezies aus dem Maschinen-Keller meinten, es könne klappen und so bereiteten wir uns auf die Abfahrt am Sonnabend vor und gaben grünes Licht für die Anfragen einer Mitfahrgelegenheit... |